Erfolgsgeschichten aus Hessen


Isländisch-deutsche Kooperation ermöglicht Zugang zu globalen Märkten

H. Miertzsch + O. Bracht, eoda GbR

 

eoda ist ein interdisziplinäres Team aus Ingenieuren, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlern, Statistik- und IT-Experten. Wissen über Geschäftsprozesse und IT verbinden sie mit der Nutzung adäquater statistischer Verfahren. Das Team bietet Beratung und Services im Umfeld von Reporting und Business Intelligence. eoda ging eine Kooperation mit einem isländischen Datenportalanbieter ein, die das EEN Hessen vermittelte. Die beiden Geschäftsführer Oliver Bracht und Heiko Miertzsch stellen ihre Erfolgsstory im Interview dar.

Wie sind Sie auf die Dienstleistungen des EEN Hessen aufmerksam geworden?

Das EEN Hessen machte 2010 eine Roadshow, die es auch nach Kassel führte. Wir suchten Kooperationspartner und nutzten die Roadshow für ein erstes Beratungsgespräch. Durch unser Kooperationsgesuch, das das EEN Hessen über seine Datenbank europaweit verbreitete, fanden wir unseren isländischen Geschäftspartner „DataMarket“. 

Wie sieht die Kooperation mit dem isländischen Unternehmen aus? Wie wirkt sie sich auf Ihre Arbeit aus?

eoda analysiert für Unternehmen Daten auf methodisch hohem Niveau, um daraus strategische Informationen zu gewinnen. Das ist unsere Kernkompetenz. Wir haben in mehreren Projekten sehr gute Erfahrungen im Verbund mit anderen Unternehmen oder Universitäten gemacht, wo jeder Partner ein bestimmtes Kompetenzfeld abdeckt und man gemeinsam eine Leistung schafft, die höchsten Ansprüchen genügt.

Unser neuer Partner „DataMarket“ bietet ein Portal an, über das man sich Daten aus verschiedensten Quellen mit Hilfe eines einheitlichen Webtools anschauen, sie herunterladen und analysieren kann. Das sind zum einen öffentlich verfügbare Daten, z.B. des Europäischen Statistischen Amts Eurostat oder der Weltbank. Zum anderen sind es Daten, z. B. von Marktforschungsinstituten, die käuflich erworben werden können. Der Mehrwert für die Kunden besteht darin, dass die Daten über alle Quellen durchsucht und dargestellt und in einem einheitlichen Format zur Verfügung gestellt werden – ohne dass der Bezug zu den Originalquellen verloren geht.

Man kann beispielsweise über mehrere Staaten die BIP-Entwicklung, dargestellt von der Weltbank, mit Marktstatistiken eines spezialisierten Marktforschungsinstituts vergleichen, um Umsatzprognosen für die eigenen Ländermärkte abzuleiten. Zusätzlich kann man dynamische Reports abonnieren, so dass man immer automatisch auf dem aktuellsten Stand ist.

Der entscheidende Nutzen ist, dass man Daten über nahezu alle Themen schnell finden, zusammenstellen und aufbereiten kann. Man muss nicht erst viele verschiedene Quellen suchen, in eine Form bringen und darstellen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man über die Nutzung von „DataMarket“ auch auf interessante Quellen aufmerksam wird.

Unsere Kooperation besteht aus zwei Teilen. Zum einen vermarkten wir „DataMarket“ im deutschsprachigen Raum. Es ist in Island beheimatet und expandiert mit Hilfe von lokalen Partnern weltweit. Zum anderen können wir unseren Kunden mit Hilfe von „DataMarket“ ein attraktives Paket bieten, das sowohl den Zugang zu Datenquellen als auch die Datenanalyse enthält. So schaffen wir einen Mehrwert für unsere Kunden. Wenn man beispielsweise Verkaufszahlen analysieren will, um daraus Trends abzuleiten, ist es sinnvoll, auch bestimmte Kontextinformationen zu nutzen, z. B. Börsenkurse oder regionale Informationen. Für „DataMarket“ wiederum ist es interessant, einen Partner mit Analysekompetenz zu haben. Ihre Kunden können auf uns als Serviceanbieter im Bereich der hochwertigen Datenanalyse zurückgreifen.

Warum war gerade für Sie als Start-up die Partnersuche wichtig?

Über diese Partnerschaft bietet sich uns die Chance, weltweit Kontakt zu potenziellen Neukunden zu gewinnen sowie unser Portfolio über die komplementäre Leistung von „DataMarket“ zu erweitern, um für unsere Kunden attraktiver zu werden. Außerdem ist es eine Frage der Fokussierung. Die Bereitstellung und der Betrieb eines solchen Portals erfordern andere Kompetenzen und Strategien als unser Beratungsgeschäft. Die Leistungen ergänzen sich. Deshalb ist es eine Win-win-Situation, wenn wir das Kerngeschäft jeweils getrennt forcieren und die komplementären Leistungen gemeinsam entwickeln. Die gesamte Unternehmensentwicklung und unser Wachstum sind davon positiv betroffen. Wir werden in der Folge sogar neue Mitarbeiter einstellen.

Würden Sie anderen (jungen) Unternehmen Kooperationen empfehlen?

Wir sehen Kooperationen als Chance. Wir haben mit internationalen Unternehmen zu tun, die in einem relativ jungen Markt der innovativen Software-Analyse-Tools tätig sind. Da wächst eine Community in einem sehr speziellen Markt zusammen, in die wir integriert sind. Man kann so schneller weltweite Trends erkennen und bewerten. Deshalb empfehlen wir aufgrund unserer eigenen guten Erfahrung, mit Unternehmen, die im gleichen Feld, aber mit einer anderen Spezialisierung tätig sind, zusammen zu arbeiten. Das ist oft für alle Beteiligten wertvoll, jeder lernt etwas dazu und kommt weiter. Auch die engagierte Unterstützung des EEN hat uns hier angespornt, aktiv zu werden. Es wurde sehr gute Arbeit geleistet, die unsere Erwartungen bei weitem übertraf.

 

Oliver Bracht und Heiko Miertzsch, Geschäftsführer
eoda GmbH in Kassel
www.eoda.de

 

 

 


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