EU beschließt umfassende Reform der Zollunion
Die Europäische Kommission begrüßt eine weitreichende Reform der EU-Zollunion, auf die sich das Europäische Parlament und der Rat geeinigt haben. Ziel der Neuregelung ist es, das europäische Zollsystem grundlegend zu modernisieren und besser auf aktuelle Entwicklungen wie den internationalen Onlinehandel und zunehmend komplexe globale Lieferketten zu reagieren. Die Reform stützt sich auf drei Säulen:
- intelligenteres Risikomanagement und intelligentere Zollkontrollen,
- einen modernen Rahmen für den elektronischen Handel
- eine engere Partnerschaft mit den Unternehmen.
Kern der Reform ist die Einführung einer neuen zentralen EU-Zollbehörde, die künftig die Zusammenarbeit der nationalen Zollstellen koordinieren und effizienter gestalten soll. Gleichzeitig ist der Aufbau einer gemeinsamen digitalen Datenplattform vorgesehen. Über diesen sogenannten „EU Customs Data Hub“ sollen Unternehmen ihre Zollinformationen künftig nur noch einmal einreichen müssen, was Verfahren deutlich vereinfachen und beschleunigen soll.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem stark wachsenden Online-Handel. Neue Regeln sollen sicherstellen, dass importierte Waren besser kontrolliert werden können und unsichere oder nicht konforme Produkte seltener auf den europäischen Markt gelangen. Zugleich sollen vertrauenswürdige Unternehmen von vereinfachten Verfahren und weniger Kontrollen profitieren.
Die Umsetzung der Reform erfolgt schrittweise über mehrere Jahre. Die neue Zollbehörde soll ab 2027 ihre Arbeit aufnehmen, während die digitale Plattform zunächst für den Onlinehandel eingeführt und später auf alle Unternehmen ausgeweitet wird.
Mit der Reform verfolgt die EU das Ziel, den Handel effizienter zu gestalten und Bürokratie abzubauen, ohne dabei Abstriche bei Sicherheit und Kontrolle zu machen. Gleichzeitig soll die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Binnenmarkts gestärkt werden.
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