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Nutzen statt Besitzen - Die Sharing Economy in Hessen

Teilen ist menschlich und damit ein uraltes Phänomen. Heute ist Teilen nicht nur ein Trend, sondern auch einfach. Denn die digitalen Technologien helfen das Teilen zu organisieren und sie verschaffen sehr vielen Menschen den Zugang zu geteilten Gütern, Diensten, Wissen.

Teilen ist menschlich und damit ein uraltes Phänomen. Heute ist Teilen nicht nur ein Trend, sondern auch einfach. Denn die digitalen Technologien helfen das Teilen zu organisieren und sie verschaffen sehr vielen Menschen den Zugang zu geteilten Gütern, Diensten, Wissen.

Auch wenn es keine einheitliche Definition gibt, umfasst Sharing Economy Märkte, in denen Individuen mit Hilfe digitaler Plattformen Transaktionen abwickeln, um Ressourcen zu verteilen und zu nutzen. Wenn man von Sharing Economy spricht, denkt man in der Regel an Web-Plattformen: Airbnb, Uber, eBay oder Wikipedia, die Menschen großräumig, ja international vernetzen. Das Ziel dabei: die vielfache Verwendung für ungenutzte Ressourcen: Wohnraum, Fahrzeuge, Kleider, Lebensmittel, Fähigkeiten, Wissen. Dass diese Plattformen einzelne Märkte erschüttern, ist unbestritten. Dass auch der regulatorische Rahmen den disruptiven Marktentwicklungen folgen muss, wird zunehmend diskutiert.

Unterdessen schaffen soziale Initiativen und Unternehmerpersönlichkeiten zunächst im Kleinen eigene kollaborative Plattformen und Geschäftsmodelle. Start-ups wie die Darmstädter Tauschplattform swapper.trade übersetzen die digitalen Möglichkeiten in nutzerfreundliche Systeme zum Tauschen, Mieten, Veräußern, Nutzen, Lernen oder Gestalten. Manche Plattformen greifen den Wunsch der Menschen nach sozialem Engagement auf, wie die Crowdfunding-Plattform place2help.org oder die Plattform companion2go, die Menschen mit Behinderung und ohne Behinderung für gemeinsame Unternehmungen zusammenbringt. Andere folgen dem Trend junger Verbraucher, ihren Status nicht über den Besitz (aber vielleicht trotzdem über den Konsum) zu definieren. Sie setzen am Community-Denken und am gestiegenen Umweltbewusstsein an, wie das Crowdinvesting-Unternehmen bettervest.com oder dieMitfahrplattform flinc.org. Auch in Co-Creation-Prozessen wie beim Nodeforum oder bei Open Content-Initiativen kommt die kollaborative Geisteshaltung zum Tragen.

Technologische Lösungen sind essentiell für die Verbreitung der Sharing Economy. Dies können FinTech-Lösungen sein, mit denen schnell und einfach bezahlt wird, wie die von CASHLINK aus Frankfurt. Auch Authorisierungs-Lösungen wie diejenigen von der Darmstädter AUTHADA können die Transaktionen der Sharing Economy erleichtern. Zutrittslösungen für unkomplizierten Zugang zu geliehenen Fahrzeugen oder Wohnungen, Logistikservices, spezifische Versicherungsprodukte oder Bewertungssysteme – all das dient der Entwicklung der Sharing Economy.

Was haben die verschiedenen Unternehmen der Sharing Economy gemeinsam? Welche Modelle können für andere beispielhaft sein? Wo gibt es Barrieren, die ein Wachstum beeinträchtigen? Wie sollte die Regulierung aussehen, die eine Entwicklung begünstigt ohne soziale Verwerfungen hinzunehmen? Was passiert in anderen Regionen und Ländern? Mit wem kann man sich austauschen?

Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns aktuell bei der Wirtschaftsförderung Hessen Trade & Invest GmbH. Im Rahmen des EU-Projekts “BeShared: Embracing Innovation and Interconnection in the Sharing Economy” organisieren wir Erfahrungsaustausch, Veranstaltungen und Lernangebote.

Möchten Sie dieses Angebot nutzen? Sprechen Sie uns an:
margarete.kessler@htai.de * 0611/95017-8473 * www.een-hessen.de/sharing

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